Spezialglas für mehr Sicherheit: Berlin fördert Einbruchsprävention mit insgesamt 30 Millionen Euro

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Troisdorf. Einbrüche in Häuser und Wohnungen nehmen seit Jahren stark zu. Diese Entwicklung hat der Haushaltsausschuss des Bundestags zum Anlass genommen, für das laufende und die beiden nächsten Jahre jeweils 10 Millionen Euro an Zuschüssen für bauliche Maßnahmen gegen Einbrüche in Häuser und Wohnungen bereitzustellen. Die Abwicklung übernimmt die staatliche KfW-Bank, die derzeit entsprechende Programme ausarbeitet.

„Das ist ein guter und richtiger Schritt. Nur mit der Förderung wirksamer baulicher Maßnahmen, wie zum Beispiel dem Einbau von Sicherheitsglas zum Schutz vor mechanischer Gewalteinwirkung, kann dieser anhaltend negativen Entwicklung im Bereich der Einbruchskriminalität endlich Einhalt geboten werden“, so der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes Flachglas (BF), Jochen Grönegräs.

ESG und VSG sorgen für mehr Sicherheit

Zwei Glasprodukte werden für den Einbruchschutz verwendet: Einscheibensicherheitsglas (ESG) und Verbundsicherheitsglas (VSG). Das ESG wird dabei in passiver Funktion als Alarmglas eingesetzt. „Wenn es zerbricht, wird eine aufgedruckte, stromleitende Schleife durchtrennt, was wiederum der angeschlossenen Alarmanlage einen Glasbruch angezeigt. Diese löst dann einen entsprechend lauten Alarm aus oder meldet den Einbruch einem Sicherheitsdienst oder der Polizei“, erklärt Grönegräs. Einen anderen Weg geht hingegen VSG. Dieses Glas bietet im Rahmen des Einbruchschutzes zusätzliche aktive Sicherheit, denn es kann dank seiner Konstruktion einer Gewalteinwirkung widerstehen. VSG besteht aus mindestens zwei Glasscheiben, die mit einer zähelastischen Folie miteinander verbunden (laminiert) sind. Wird das Glas zerstört, haften die Glasscherben auf der Folie und die VSG-Scheibe bleibt an sich erhalten. Wieviel Widerstand ein solches Glas bietet, ist abhängig von der Dicke der eingesetzten Folie und wird anhand von Sicherheitsklassen bemessen: Die Klassen P1A bis P5A werden als „Durchwurf hemmend“ bezeichnet, während die stärkeren Klassen P6B bis P8B „Durchbruch hemmend“ heißen. Für einen wirksamen Einbruchschutz im Privatbereich sind die Sicherheitsklassen ab P5A die richtige Wahl: „Sie halten den Einbrecher lange genug auf, um ihn zum Rückzug zu bewegen“, so Grönegräs. Grundsätzlich gilt jedoch, dass die Einbruchhemmung nur im System erzielt wird. Denn neben Glas ist auch der Fensterrahmen selbst Einbruch hemmend auszuführen – mit entsprechenden Beschlägen. BF/DS

Mehr zum Thema Glas finden Sie im Internet unter www.bundesverband-flachglas.de

Informationen zu dem aktuellen Stand der KfW-Förderung in Sachen Einbruchschutz gibt es unter www.kfw.de

15.Juni 2015

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