Unfallgefahr gebannt: Sicherheitsglas reduziert das Verletzungsrisiko erheblich

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Troisdorf. Beim Thema „Unfallgefahr“ findet man sich gedanklich oft im Straßenverkehr wieder, wo jährlich weit mehr als 3.000 Menschen zu Tode kommen. Dabei geschehen viel mehr Unfälle in Privathaushalten: Rund 8.000 davon enden jedes Jahr tödlich. . „Gefährlich kann es zum Beispiel werden, wenn veraltete Glasscheiben in Türen oder Fenstern bei einem Sturz zu Bruch gehen und große, scharfe Glasstücke für ein hohes Verletzungsrisiko sorgen.

Sicherheitsglas, das im Bereich öffentlicher Bauten seit vielen Jahren vorgeschrieben ist, gibt es in den unterschiedlichsten Ausführungen. Zwei Produkte spielen dabei die größte Rolle: Einscheibensicherheitsglas (ESG) und Verbundsicherheitsglas (VSG).

ESG zerbröselt zu kleinen Glasstückchen

Das ESG zerspringt bei entsprechender Krafteinwirkung in kleinste Bruchstücke ohne scharfe Kanten. Es schützt zum Beispiel als Seitenscheibe im Auto bei einem seitlichen Aufprall vor Schnittverletzungen im Gesicht. Für konstruktive Anwendungen, bei denen das Glas verschraubt beziehungsweise über entsprechende Bohrungen befestigt wird, kommt ESG wegen seiner erhöhten Biege-Zug-Festigkeit zum Einsatz. Beispiele dafür sind Glastüren oder Duschverglasungen.

VSG bleibt in einem Stück

VSG hält dank seiner mindestens zwei Glasscheiben, die mittels einer zähelastischen, widerstandsfähigen Spezial-Folie miteinander verbunden sind, auch größere Gewalt aus. Bei einer Beschädigung bleiben die Glassplitter an der Folie haften und die Scheibe behält eine hohe Resttragfähigkeit. „Damit eignet sich VSG perfekt zur Verhinderung von Abstürzen aus höheren Stockwerken“, so Grönegräs. Balkontüren, Geländer, Umwehrungen, bodentiefe Fenster und Fenster mit Unterlicht stellen nur einige der Einsatzmöglichkeiten des Glases dar. Dazu kommen die Lichtausschnitte von Innentüren. „Leider werden hier zumeist Scheiben aus normalem Floatglas eingesetzt. Diese können bei einem Unfall gefährliche Scherben und Schnittkanten bilden“, gibt Grönegräs zu Bedenken und meint: „ESG und VSG können hier auf jeden Fall Leben retten.“

Für den Einbruchschutz taugen beide Gläser

Im Bereich des Einbruchschutzes wird ESG passiv als Alarmglas eingesetzt. Wenn es zerbricht, wird eine aufgedruckte, stromleitende Schleife durchtrennt und dadurch der angeschlossenen Alarmanlage ein Glasbruch angezeigt. VSG hingegen verspricht im Rahmen des Einbruchschutzes zusätzliche aktive Sicherheit. Diese wird anhand von Sicherheitsklassen bemessen: Die Klassen P1A bis P5A werden als „Durchwurf hemmend“ bezeichnet, während die stärkeren Klassen P6B bis P8B „Durchbruch hemmend“ heißen. Für einen wirksamen Einbruchschutz im Privatbereich sind die Sicherheitsklassen ab P5A die richtige Wahl: „Sie halten den Einbrecher lange genug auf, um ihn zum Rückzug zu bewegen“, so Grönegräs. BF/DS

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7 . Februar 2014

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